Kursinhalte und Ziele


Heutiges Kinderturnen, verfolgt ganz andere Ziele als damals „Turnvater Jahn“.

Im Vordergrund steht in meinem Unterricht neben viel Spaß und Freude an der körperlichen Bewegung eine hohe Bewegungsintensität unter dem Aspekt des „psychomotorischen Kinderturnens“.

Zu Beginn der Turnstunde finden – dem Bewegungsdrang und dem Alter der Kinder entsprechend – verschiedene schnelle Lauf- und Rennspiele unter Verwendung von Musik statt.

Zu jeder Sportstunde bringe ich verschiedene Kleinmaterialien mit, die aus dem Turnbereich oder aus dem Alltagsbereich stammen. Sie werden von den Kindern ausprobiert und erfahren (verschiedene Bälle, Reifen, Seile, Bänder, Tücher, Luftballons, Luftblasen, Pappröhren, Klorollen, Kastanien, etc.).

Dann turnen die Kinder mit höchstmöglicher Bewegungsintensität an einem Geräteparcours im Sinne einer Erlebnislandschaft.

Oftmals steht die Turnstunde unter einem „Motto oder Stundenthema“.
Dementsprechend wähle ich dazu passende Singspiele mit Bewegung oder Bewegungsgeschichten aus, ebenso wie den Geräteparcours, welche ich als Erlebnislandschaft dazu aufbaue.

Bewegungsgeschichten fördern die Fantasie und locken unsere Kinder zur Bewegung. Ein Geräteparcours mit verschiedenen Stationen in Form von Erlebnis- und Bewegungslandschaften fördert die vielfältige motorische Entwicklung unserer Kinder und bildet den Hauptteil der Stunde.

Alles geschieht mit Freude und Spaß – ohne Zwang!

Ziel ist es, dass die Kinder in Alltagssituationen sicherer werden und ihre körperlichen Fähigkeiten und Reflexe entwickeln. Durch den Einsatz vielfältiger Kleinmaterialien aus dem Alltagsbereich und Turnbereich werden alle Wahrnehmungsfähigkeiten der Kinder gefördert.

Wichtig ist es mir, dass die Kinder mit allen Sinnen erleben lernen und damit eine Einheit von Körper, Seele und Geist entstehen kann.

Es entsteht somit ein „Psychomotorisches Kinderturnen“ mit:

  • Spiel und Spaß
  • Förderung der vielfältigen motorischen Grundfähigkeiten der Kinder, wie
    • Kriechen – krabbeln gehen – laufen, balancieren
    • klettern, stützen – halten, hüpfen – springen,
    • hangeln – hängen, schwingen – schaukeln,
    • rollen – wälzen, werfen – fangen,
  • zahlreichen Körper- und Sinneserfahrungen
  • Vertrauensbildung
  • Förderung der Sozialkompetenz (Interaktionen zwischen den Kindern)
  • Förderung des Selbstbewusstseins und der Körpererfahrung,
  • sowie der Einheit und Wechselbeziehung zwischen Körper, Geist und Seele.

Martina Lutter Walther